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  • »Sunshine« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

Registrierungsdatum: 20. März 2019

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1

Mittwoch, 20. März 2019, 12:18

Zukunftsplanung, Pferd ist 'Stubenhocker'

Moin!
Vielleicht könnt ihr mir bei der Entscheidungsfindung behilflich sein.
Ich habe eine 21-jährige Stute, die anderen Pferden gegenüber eher zurückhaltend ist, insbesondere bei Wallachen ist sie sogar mißtrauisch bis heftig ablehnend (als wir einen Wallach in die frei gewordene Nachbarbox gestellt haben, war nach 15 Minuten die Boxenwand kaputtgetreten und meine Stute stand panisch an die entgegengesetzte Wand gedrückt, obwohl der Wallach ein ganz friedlicher, freundlicher Kerl ist. Nun steht ihre beste Freundin in der Nachbarbox, und es ist friedlich).
Mein Pferd steht (mit Ausnahme von einer Pause von 2/12 Jahren auf der Fohlenweide) immer schon im selben Stall, seit 15 Jahren in der selben Box. Zu meinem großen Kummer ist sie ein echter 'Stubenhocker', es gibt sogar Tage, da möchte sie nicht aufs Padock oder auf die Weide. Manchmal kehrt sie schon am Tor um, manchmal möchte sie nach 10 Minuten 'gerettet' werden und läuft panisch am Tor auf und ab. Selbst, wenn ihre beste Freundin dabei ist, möchte sie nicht draußen bleiben.
Andererseits habe ich den Eindruck, dass sie auch in der Box nicht wirklich zufrieden ist, gerade in letzter Zeit webt sie wieder sehr viel (sie hatte immer schon Phasen, wo sie gewebt hat, dann aber auch immer Phassen, wo sie es gar nicht macht). Die Box ist eine Außenbox mit großen Fenster nach draußen auf den Hof, und auch die Wand zur Stallgasse auf der gegenüberliegenden Seite zum Fenster ist offen, sodass sie auch dorthin gucken und den Kopf über die Wand hängen lassen kann, ebenso zur Nachbarbox, sodass Sozialkontakte über die Boxenwand hinweg möglich sind (und auch stattfinden). Entspannter in der Box ist sie im Moment allerdings, wenn ihre Freundin nicht in der Nachbarbox ist und meine Stute auch nach der Seite mehr Raum hat. Sie ist überhaupt ein Pferd, das lieber einen größeren Abstand zu anderen Pferden haben möchte.
Bis vor 2/12 Jahren, als ich sie gekauft habe, war sie Schulpferd, ich kenne sie, seit sie 3 ist und habe seitdem eigentlich täglich mit ihr Kontakt. Sie ist sehr auf mich fixiert, das hat sich, seit sie nicht mehr Schulpferd ist, noch deutlicher ausgeprägt. Manchmal muss ich über den Hof schleichen und mich verstecken, damit sie, wenn sie tatsächlich mal zufrieden draußen ist, mich nicht sieht und zu mir will. Es gibt auch Tage, da muss ich sie rufen, um sie vom Paddock oder von der Weide zu holen. Und dann gibt es eben auch Tage, da bin ich nichtmal auf dem Hof und sie tanzt am Tor und will rein. :pillepalle:


Nun überlege ich, ob es für mein Pferd unter Umständen besser ist, in einen anderen Stall zu ziehen, da mein Pferd momentan weder drinnen noch draußen so richtig glücklich zu sein scheint. Ich fühle mich in unserem derzeitigen Stall (22 Boxen) sehr wohl, es ist eine nette Gemeinschaft, jeder schaut auch nach dem Pferd des anderen, die Pferde werden gut versorgt, das Futter ist reichlich und von guter Qualität.
Leider ist es Boxenhaltung mit Stundenweise Paddock im Winter (3-4 Stunden) und Tagsüber ganztägig Weidegang (9-18 Uhr, ggf auch länger) im Sommer, in getrennten Herden.
Da meine Stute in letzter Zeit oft gar nicht draußen sein möchte, steht sie im Moment leider viel in der Box. Ich weiß nicht, ob sie vielleicht in einem Stall mit einer anderen Haltungsform besser aufgehoben wäre, wo sie sich aussuchen kann, bin ich drinnen oder draußen? Andererseits weiß ich genau, dass ich ihr mit einer gemischten Herde gar keinen Gefallen tun würde, und ob es gut wäre, ein Pferd nach 21 Jahren Boxenhaltung in einen Offenstall umzusiedeln, da bin ich mir halt auch nicht sicher. Und ein altes Pferd, das sein Leben lang auf dem selben Hof gelebt hat, so einfach umsiedeln ist bestimmt auch Stress für das Tier, meine Stute nimmt sich sowieso immer alles sehr zu Herzen, und Veränderungen auf dem Hof und in der Herde stressen sie sehr.
Der Stallbesitzer wird wohl in den nächsten 3-5 Jahren in Rente gehen, und was dann mit dem Stall wird, steht noch in den Sternen. Ich vermute, er wird aufgelöst und als Bauland ausgewiesen. Spätestens dann muss ich für mein Pferd ein neues Zuhause finden.

All das geht mir im Moment im Kopf herum, und ich wäre für Vorschläge, die mir bei der Entscheidungsfindung helfen, echt dankbar.
Wirklich eilig ist es nicht, ich mache mir nur lieber schon rechtzeitig Gedanken, damit ich meinem Pferd auch wirklich gerecht werden kann, wenn es soweit ist.

Ja, ich bin mir bewusst, dass die Haltungsform in der Box nicht optimal ist, daher meine Überlegungen, es zum Wohle des Pferdes zu ändern. Dadurch, dass sie ein 'Draußen-Problem' hat, ist es daher die Frage, ob eine Umstellung auch wirklich zum Wohle des Pferdes ist.

Sorry, ist jetzt leider ziemlich lang geworden, danke für's Lesen!

Laila

Kleiner Rotzlöffel

  • »Laila« ist weiblich

Beiträge: 7 009

Registrierungsdatum: 26. November 2006

Wohnort: Ostholstein

Beruf: HoFa

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2

Donnerstag, 21. März 2019, 19:18

Hallo und willkommen!

Wie groß ist denn die Herde in der deine Stute steht? Ist es ihr vielleicht manchmal zu unruhig? Gibt es ab und an Pferdewechsel? Mein Pflegepferd "verträgt" fremde Pferde ganz schlecht. Sie kann aber auch die Pferde nicht verstehen und steht dann total unter Druck.
Offenstall für ein Pferd das Ruhe braucht finde ich nicht so geeignet (wobei ich ein absoluter Offenstallmensch bin). Kleine, feste Herde, viel Platz, das ist meistens in so einem Fall das Beste. Aber schwer zu finden.
Mit Fleißsternchen ausgezeichneter User. Gruß, die Admins
Alle wollen sie ein großen Stück vom Kuchen haben. Aber keiner will ihn backen!

Kristina

Meister

  • »Kristina« ist weiblich

Beiträge: 1 825

Registrierungsdatum: 14. Oktober 2012

Wohnort: Norderstedt

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3

Dienstag, 26. März 2019, 22:51

Erstmal Hallo und Willkommen!

Klingt nicht einfach, in der Tat.
Was mir durch den Kopf geht:

* hast Du die Möglichkeit innerhalb des Hofes in eine Paddockbox zu ziehen?
* ist es vielleicht wetterabhängig ob sie lieber drin oder draußen sein möchte - mein Pony fand es im alten Stall bei Regen eine absolute Zumutung raus zu müssen, jetzt im neuen Stall und mit Decke (...) will er immer raus. Und später gern wieder rein, weil Futter wartet ;)
* gibt es im Winter draußen Heu? Wahrscheinlich bei den 2-3h nicht oder?
* Macht es Sommer oder Winter einen Unterschied für sie?
* Wie findet sie es denn generell den Hof zu verlassen, geht ihr Spazieren? Ist sie da eher aufgeschlossen oder ängstlich?
* Gibt es andere Tiere auf dem Hof außer Pferde? Also vielleicht mag sie kleinere Kameraden wie Schafe, Ziegen, Katzen etc lieber - klingt vielleicht doof, aber soll ja alles schon gegeben haben...
* Hast Du es mal über eine Heilpraktikerin probiert - Kräuter, Bachblüten etc vielleicht kann Dir da jemand etwas passendes zusammenstellen nach einem Termin?
* Spontan fällt mir auch Magnesiummangel ein als mgl. Auslöser oder Multiplikator für ein schreckhaftes und unruhiges Verhalten

Viele Grüße,
Kristina

  • »Sunshine« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

Registrierungsdatum: 20. März 2019

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4

Dienstag, 2. April 2019, 09:18

Vielen Dank für die nette Aufnahme und für euren Input!

Die Idee mit der Paddockbox hatte ich auch schon, das wäre wohl tatsächlich die beste Lösung für uns. Leider hat unser Hof keine Padockboxen, und der Chef möchte für uns auch keine extra bauen, ich hatte ihn schon gefragt... aber sollten wir umziehen, wäre das auch die Unterkunft meiner Wahl :)

In der Tat ist es durchaus Wetterabhängig, bei Schlamm und Regen ist Madame trotz Decke schon lieber unter Dach im gemütlichen Zuhause, wo sie dann aber die Nase aus der Außenluke mit Begeisterung in den Regen hält und ein glückliches Gesicht macht...

Futter steht auf dem Paddock meistens zur Verfügung, normalerweise werden 1-2 Rippen Heu pro Pferd auf verschiedene Plätze verteilt, bzw auf dem Großen Paddock steht eine Raufe, die gefüllt wird, bevor die Pferde rauskommen.

Sommer oder Winter macht keinen allzugroßen Unterschied, es gibt Tage im Winter, da muss ich sie aus dem Schlamm einsammeln, weil sie noch nicht reinmöchte, und es gibt Tage im Sommer, wo sie schon auf dem Weg zum Koppeltor einen Aufstand macht, mehrfach versucht, umzudrehen, und auf gar keinen Fall raus möchte. Wir zwingen sie dann auch nicht, sie darf dann zuhause bleiben.

Jetzt, wo das Wetter endlich wieder freundlicher geworden ist, hält sie es aber eher wieder besser draußen aus. Ein großer Störfaktor war offenbar ein junger Haflinger-Wallach, der durfte nichtmal auf dem Nachbarpaddock stehen, dann wollte meine sofort rein, der hat jetzt aber den Stall gewechselt. Also eine Sorge weniger! Und wir haben verschiedene Kombis ausprobiert, am besten ist es zu zweit mit ihrer Boxennachbarin.

Was bestimmt auch mit hineinspielt: in den letzten 3 Monaten sind 4 Pferde vom Hof gegangen, das waren zwar alles Wallache, die meine Stute nicht mochte, und der, der von den 4 Jungs am längsten da war, stand auch erst knapp 2 Jahre bei uns auf dem Hof - aber ich kann mir schon vorstellen, dass mein Pferdchen sich Sorgen macht, sie könnte die nächste sein ;(

Unruhe und Veränderung mag sie in der Tat gar nicht, deshalb möchte ich auch nur sehr ungern umziehen, und ich hoffe, dass der Stallchef noch lange nicht in Rnte geht. Leider spricht er seit neuestem öfter davon...

Ins Gelände geht sie auch nicht gerne, vor 4 Jahren hatten wir sogar eine Phase, da bekam ich sie gar nicht vom Hof. Ist mittlerweile durch viel Bodenarbeit wieder besser geworden, aber sobald wir draußen ein fremdes Pferd treffen (da reicht es schon, wenn im benachbarten Offenstall die Kumpels (die sogar unsere Halle mit nutze, und die meine Stute eigentlich kennt!) neugierig an den Zaun kommen, dann ist Alarm, und es gibt nur noch den einen Gedanken: schnell nach Hause, egal, ob Frauchen an der Leine hängt oder draufsitzt, und egal, dass ihre beste Freundin oder ihre verlässliche Boxennachbarin dabei sind. Anstrengend und sehr stressig für uns beide. Auch da habe ich noch keine richtig zufriedenstellende Lösung gefunden. Draußen auf dem Reitplatz kann ich ganz normal mit ihr arbeiten, und auch auf dem Hof kann ich sie reiten, bodenarbeit machen etc, selbst, wenn Heu oder Stroh in großen, klappernden Wagen angeliefert wird. Unser Problem sind tatsächlich andere Pferde... Ich schätze, das wird sich jetzt auch nicht mehr ändern,

Unsere Herde besteht jetzt aus 4 Wallachen und 11 Stuten, die in passenden Gruppen, teils zu zweit, teils zu fünft (je nach Alter, Verträglichkeit und Paddockgröße) rauskommen. Die Stuten kennen sich auch alle schon lange, einige stehen auch schon seit über 10 Jahren zusammen hier auf dem Hof. Insgesamt habe ich nichts auszusetzten, es wird schon echt viel Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Pferde genommen bei uns. Soll da ja leider ganz andere Ställe geben!

Heilpraktikerin kommt regelmäßig, da haben wir auch schon verschiedene Sachen (Bachblüten, Homöopathie, Schüssler) gemacht, aber bisher war nichts nachhaltiges dabei, nach ein paar Wochen kommen die alten Muster wieder zutage. Magnesium ist aber eine gute Idee, das könnte ich mal wieder machen!

So, ist jetzt wieder lang geworden, und wie gesagt, danke für eure Denkanstöße!

Der Beitrag »Buy Durban Poison Strain Online« von »Tom holder« (Donnerstag, 20. Juni 2019, 13:52) wurde vom Benutzer »minuette« gelöscht (Donnerstag, 20. Juni 2019, 17:25).

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