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  • »Lotte_535« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 25. Oktober 2017

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1

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 17:49

Wie ging es bei euch danach weiter?

Nachdem meine Stute mitte des Jahres ganz unerwartet gestorben ist, habe ich immernoch das Gefühl, dass mir jeden Tag aufs Neue das Herz zerbricht. Es ist, als ob es erst gestern passiert ist, ich durchlebe den Tag immer und immer wieder - dabei ist es nun schon über vier Monate her...

Wir sind 22 Jahre lang durch dick und dünn gegangen. Außer meiner Familie kennt mich niemand so lange wie sie; in ihrer Mähne hängen sozusagen alle Tränen der Pubertät, sie hat mich den Großteil meines Lebens begleitet. Der Verlust ist riesig.

Wie ist es euch nach dem Tod eures Pferdes ergangen? Wie seid ihr damit umgegangen?

Laila

Kleiner Rotzlöffel

  • »Laila« ist weiblich

Beiträge: 6 887

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2

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19:22

Es musst ja weitergehen. Hat aber auch so seine Zeit gedauert bis nicht mehr die Trauer, sondern die Freude über die zusammen verbrachte Zeit gesiegt hat.
Mit Fleißsternchen ausgezeichneter User. Gruß, die Admins
Alle wollen sie ein großen Stück vom Kuchen haben. Aber keiner will ihn backen!

minuette

Administrator

  • »minuette« ist weiblich

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3

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 15:56

Meine Senior musste ich im Herbst 2015 einschläfern lassen. Es war nicht unbedingt unerwartet, aber auch nicht so, dass ich es ewig vorher geplant hatte. Es war ein Entschluss aus dem Moment heraus. Damals war er 30 und seit seinem 7. Lebensjahr an meiner Seite.
Allerdings hatte ich schon damals zu íhm schon ein zweites, jüngeres Pferd. Ich hatte die beiden als Selbstversorgerin in meinem eigenen Stall stehen. In dem Moment war dann entscheidend, die Frage zu klären, was mit dem Jungspund passiert, weil alleine mitten in der Feldmark sollte er nun auch nicht stehen. Er ist daher noch an dem Tag in einen anderen Stall umgezogen, wo es zwar kein anderes Pferd gab, dafür aber ein Schaf, welches auch seine Partnerin verloren hatte. Das war erstmal eine gute Lösung bzw. die beste Lösung. Natürlich sollte er es nicht so bleiben.
Ich war damals Vorsitzende des örtlichen Tierschutzvereins und mein Snoopy zog dorthin. Das war eigentlich als Zwischenlösung geplant, aber wir entschlossen uns dann, daraus ein Projekt zu machen und schauten uns nach einem Kumpel für ihn um. Aus dem einen Kumpel wurden dann allerdings zwei.
Im verein kam es dann zum Streit und ich bin als Vorsitzende zurückgetreten. Somit konnten auch die Pferdenicht dort stehen bleiben und es gab einen erbitterten Kampf um, gerade die beiden anderen, Pferde. Letztlich war es aber so, dass ich auch die beiden anderen mitnehmen durfte. Offiziell gehören sie nicht mir, sondern einem anderen Tierschutzverein. Jetzt stehen wir in einer Haltergemeinschaft mit insgesamt 6 Pferden.

Ich weiß allerdings nicht, wie es unter anderen Umständen weitergegangen wäre. Hätte ich nur meinen Senior gehabt, hätte ich die Pferdehaltung zumindest an dem Punkt aus zeitlichen Gründen vermutlich erstmal aufgegeben, glaube ich. Mir würde aber definitiv etwas fehlen, denn ich reite seit meinem 7. Lebensjahr, habe seit meinem 14. Lebensjahr immer ein eigenes Pferd und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, nicht ein Pferd an meiner Seitezu haben.

Mein Traum ist mein eigenes Häuschen mit den Pferden direkt am Haus. Jetzt mit der Haltergemeinschaft, das ist ok, aber da ich vorher mein eigener Chef war, merke ich immer wieder, dass mich die jetzige Haltungsvariante nicht wirklich glücklich macht. Auch zurück in Pensionshaltung kann ich mir nicht mehr vorstellen. Ich bin einfach zu eigen geworden und ich möchte selbst bestimmen, wie meine Pferde versorgt werden.

Aber zr eigentlichen Frage: Entweder ich hätte mir sofort wieder ein neues Pferd gekauft oder je mehr Zeit vergangen wäre vermutlich gar keines. Dann allerdings würde mir definitiv etwas fehlen im Leben... wenn ich auch mehr Zeit und Geld für andere Dinge hätte :kicher
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Yuppi - geboren 22.4.2006

Pablo - geboren 2001

In Memorien: Max - 1985 bis 13. Oktober 2015


  • »Lotte_535« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 25. Oktober 2017

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4

Freitag, 27. Oktober 2017, 12:37

Vielen Dank für eure Antworten.

Bei mir war es ähnlich wie bei dir, Minuette. Mit sechs Jahren angefangen zu reiten und mit 10 Jahren kam dann das erste eigene Pferd. Mit ihr habe ich viel ausprobiert und konnte viele Erfahrungen sammeln, sowohl reiterlich als auch alles was das "Drumherum" betrifft. Schlussendlich kam vor drei Jahren eine zweite auch schon "ältere" Stute (jetzt anfang zwanzig, also eigentlich noch nicht wirklich alt) mit hinzu und wir hatten die beiden als Selbstversorger mit am Haus. Zurück in einen Pensionsstall kam auch für mich nicht in Frage. Wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat, will man den Luxus des eigenen Stalls nicht mehr missen, auch wenn es natürlich sehr viel Arbeit bedeutet.

Hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht bereits ein zweites Pferd gehabt, hätte ich wahrscheinlich nie wieder einen Reitstall betreten. Ich hatte immer gedacht, dass meine Ältere noch die Jüngere überlebt, weil sie bis zum Schluss topfit war - sie hat erst dieses Jahr die ersten grauen Härchen bekommen und das mit knapp 28 Jahren.

Ich war leider nicht bei ihr, als sie gestorben ist. Das ist das allerschlimmste, ich werde mir wahrscheinlich noch ewig Vorwürfe deswegen machen.

Wow, 30 ist ein stolzes Alter! Und ihr seid dann ja auch viele viele Jahre gemeinsam durchs Leben gegangen. Was war er für ein Pferd, Pony/Vollblut/Warmblut...?

minuette

Administrator

  • »minuette« ist weiblich

Beiträge: 17 649

Registrierungsdatum: 1. November 2006

Wohnort: Celle

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5

Dienstag, 31. Oktober 2017, 23:36

Max war ein Kaltblut-Mix. Ja, wir waren in der zeit immer gemeinsam... Freunde kamen und gingen, Max blieb :wink Ich ahb ihn damals aus schlechter Haltung übernommen, er hat gekoppt, hatte chronischen Husten (hatten wir durch die Offenstallhaltung aber gut im Griff). Eingeschlägern musste ich ihn dann, weil er das halbeJahr davor schon stark abgebaut hatte. Dazu kam Athrose. Und dann hatte er sich hingelegt und kam nicht mehr hoch. Der Tierarzt kam noch, aber er kam nicht wieder auf die Beine... und er hat mir gezeigt, dass er nicht mehr will. Ich hab mich dann entschieden, ihn in dem Moment gehen zu lassen. Er hatte ein schönes Leben, war so gut wie nie krank, aber er kam in der Zeit davor immer schwerer hoch oder hat sich gar nicht mehr hingelegt. Selbst wenn wir ihn wieder hochbekommen hätten, es wäre immer die Sorgen gewesen, dass er wieder liegt udn ich nicht rechtzeitig da bin. Aber wie gesagt, ausschlaggebend war, das er signalisiert hat, dass er nicht mehr will :cry
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