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Wally

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1

Dienstag, 1. Oktober 2013, 15:08

Das Pferd als Luxusgegenstand

Huhu ihr Lieben! Das habe ich gerade bei Facebook entdeckt und wollt's euch nicht vorenthalten :)

Das Pferd, ein Luxusgegenstand?!

Vor allem wenn es um die Pferdesteuer geht fällt oft das Argument: Pferde sind Luxus. Wer sich ein Pferd leisten kann, kann auch Steuern zahlen!
Nicht selten wird dabei tatsächlich das Wort "Luxusgegenstand" gebraucht.
Als ich heute todesmüde auf der Arbeit so vor mich hin gespült habe, musste ich irgendwie darüber nachdenken, wie abstrakt dieser Begriff im Bezug auf mein Pony ist.
Schauen wir uns doch mal die Duden-Definition von Luxus an:
"kostspieliger, verschwenderischer, den normalen Rahmen (der Lebenshaltung o.Ä.) übersteigender, nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Pracht, verschwenderische Fülle"
Nun, kostspielig ist ein Pferd. Vergnügen bereitet es seinen Besitzern normalerweise auch in irgendeiner Form, oftmals auch der Zeit- und Arbeitsaufwand -denn wir alle lieben unsere Pferde und kümmern uns gerne um sie. Ja, eine Pracht sind sie auch für uns (:
Aber wie bringe ich Verschwendung mit meinem Pony in Verbindung? Ist es Geldverschwendung, einen passenden Sattel zu kaufen, damit mein Liebling keine Schmerzen hat? Ist es Verschwendung, Tierarztrechnungen über mehrere hundert Euro zu zahlen, auch wenn vielleicht gar nichts war, nur um sicher sein zu können, dass es seinem Schützling auch wirklich gut geht? Kann man es Verschwendung nennen, enorme Stallmieten auf sich zu nehmen, um seinem Pferd eine artgerechte und schöne Haltung garantieren zu können?
Für mich persönlich ist Nesquik notwendig und ja, in gewissen Situationen vielleicht auch zur Lebenserhaltung. Denn er bindet mich ans Leben; niemals könnte ich ihn im Stich lassen, auch wenn ich einfach keine Lust mehr habe, wenn es mir schlecht geht, wenn ich am liebsten einfach nur abhauen würde.

Kann man es als Luxus bezeichnen, wenn eine Schülerin, die mitten im Abi steckt, lieber jedes Wochenende um halb sechs aufsteht, um arbeiten zu gehen, damit sie sich ihren Traum finanzieren kann? Ist es Luxus, lieber auf Urlaub zu verzichten, als sein Pony zurück zu lassen, wenn man nicht zu 150% sicher ist, dass es auch ohne einen gut versorgt wird?
Oder ist es etwa luxuriös, in kaputten Schuhen rumzulaufen und auf neue Klamotten zu verzichten, um von dem gesparten Geld seinem Pferdchen etwas zu gönnen?
Für mich bedeutet Nesquik harte Arbeit und viel zurückstecken. Und dennoch macht er mich zum glücklichsten Menschen der Welt, auch, wenn er selbst oftmals dafür gar nichts tut und es mir reicht, ihn anzusehen und zu denken: "Du bist meiner!"
Nun.. in gewisser Weise ist ein Pferd also Luxus, aber diese Art von Luxus hat eine ganz andere Bedeutung, als man zuerst meinen will.

Dass wir liebende Pferdebesitzer uns alle das Wort "Gegenstand" verbieten, steht wohl außer Frage.
Ich meine.. welche Mama spricht schon von einem Ding, wenn sie etwas von ihrem Kind erzählt?

Mir ist bewusst, dass für viele Menschen ihre Pferde tatsächlich Geldanlage sind, dass der materielle Wert im Vordergrund steht, dass das Pferd als Statussymbol dient. Und auch, dass es menschlichen Abschaum gibt, welcher diese wundervollen Lebewesen behandelt, als wären es doch Gegenstände.
Aber ich glaube fest daran, dass wir, für die Pferde durch ihren einzigartigen Charakter, ihr Verhalten und ihre Schönheit (die nicht unbedingt von äußerlichen Merkmalen herrühren muss!) zu Luxus werden und nicht durch ihren materiellen Wert, in der Überzahl sind.
Und wir sollten dazu stehen und der Welt zeigen, dass Pferde keine "Luxusgegenstände" sind!
:golly:

Samba

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2

Dienstag, 1. Oktober 2013, 18:01

Das ist doch mal echt ein schöner Text!

minuette

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  • »minuette« ist weiblich

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3

Dienstag, 1. Oktober 2013, 21:37

Recht hat die Verfasserin. Aber trotz allem ist ein Pferd trotzdem ein Luxusgegenstand... allerdings genau so, wie es Luxus ist Tennis zu spielen, einen BMW zu fahren oder was auch immer. Natürlich braucht niemand von uns ein Pferd zum Überleben, aber so gesehen ist alles was man sich gönnt, Luxus. Und außerdem: Soll mein Leben nur aus essen, schlafen, arbeiten bestehen? Nein. Ich möchte mir den Luxus eines Hobbys gönnen und bei mir und uns allen hier, sind es eben die Pferde. Deswegen ist dieses ständige Argument wegen der Pferdesteuer "Pferde sind Luxus" einfach ein dämliches Argument. Es ist auch Luxus, dass meine Mutter Briefmarken sammelt... aber es ist nunmal ihr Hobby!!!!
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kaktus

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4

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 07:10

naja wenn unsre regierung ja jetzt schon Urlaub für hartz4-kinder als grundrecht ansieht und das bezahlt, ist mein pferd das ja auch. schließlich hab ich bis dieses jahr komplett auf urlaub verzichtet wegen meinem dicken.

minuette

Administrator

  • »minuette« ist weiblich

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5

Mittwoch, 2. Oktober 2013, 09:20

Nee ne, Hartz IV-Empfänger, Straffälliger, Schulabbrecher und -verweigerer, Alleinerziehende usw. das sind schon bemitleidenswerte Personen, für die mehr getan werden muss als für Pferdebesitzer :P

Versteht mich nicht falsch, ja, vielleicht ist es ok, dass solche Menschen irgendwo unterstützt werden, aber ich sehe es nicht ein, dass man als Normalo mit Schulabschluss, Ausbildung und Beruf, dann vielleicht noch (auf dem Papier) SIngle einfach der Angearschte ist. Ständig hört man etwas von Vereinbarkeit von Familie und Beruf und blabla, da frag ich mich dann halt immer "Und wo bleibe ich?". Irgendwer muss die Arbeit ja machen. Also müsste ich das erledigen, was die werten Kollegen mit Kindern dann nicht machen können, weil die haben ja das Recht darauf, eine gewisse Zeit mit ihren Kindern zu verbringen - so wie es sich die lieben Politiker ja immer wieder vorstellen.

Ein Normalo passt in kein Raster für irgendwelche staatlichen "Hilfsmaßnahmen", aber man hat doch genauso das Recht auf ein erfülltes Leben, oder? Aber stattdessen wird einem ja eigentlich noch vorgeworfen, dass man im Urlaub nicht den heißblütigen Italiener gepoppt hat und schwanger geworden ist oder es wird einem gesagt "Hättest ja fürs Alter vorsorgen können".... Dabei ist es bei mir beispielsweise so, dass ich immer knapp über der Grenze bin, wo es noch irgendwelche Unterstützungen gibt. Ich kann aber zusehen, wie ich zurechtkomme. Und ich habe nicht wie manch Empfänger von Sozialleistungen "nur 400 Euro zum leben", wie die gerne betonen... Wobei 400 Euro zum Leben bei denen ja wirklich heißt, Geld zum Leben, weil gewisse Leistungen werden ja vom Staat übernommen. Solche Leute müssen sich keinen Kopf drüber machen, ob die Stromkosten steigen. Da kümmert sich der Staat drum oder welche Stellen auch immer. Wenn unsereiner sagt "Ich habe 400 Euro zum Leben" (wenn ich das mal hätte), dann muss er davon noch all das zahlen, was bei dem beschrieben Personenkreis schon bezahlt ist.

So, und wie komm ich jetzt wieder zum Thema Pferdesteuer? :rofl
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