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  • »Javanah« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 147

Registrierungsdatum: 26. September 2012

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1

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 10:27

Zappelpferd

:moin

Neuerdings bleibt mein Pferdchen am Putzplatz nicht mehr stehen. Als neuestes Erfolgserlebnis konnte ich in den letzten zwei Wochen feiern, dass sie mit mir von der Weide geht, was vorher undenkbar war, da sie ein absoluter "Kleber" ist/war.

Jetzt geht sie zwar mit mir von der Weide, aber sobald sie dann am Putzplatz steht geht´s los. Immer hin und her, Hufescharren, aufgeregtes Schnauben, Kopfschlagen, Augen verdrehen.... das volle Programm. Daran das sie alleine wäre kann es nicht liegen, es ist mindestens immer ein weiteres Pferd dabei, mit dem sie auch vorher ruhig da stand.

Sobald dann der Sattel drauf ist und ich es irgendwie geschafft habe mich hochzuschwingen und es losgeht ist alles wieder gut. Draußen benimmt sie sich wie immer...

Jemand eine Idee was da auf einmal los ist und was ich tun kann? Ich muss dazu sagen, sie hatte schon immer einen recht zweifelhaften Charakter :kicher , was mich aber bisher noch nicht wirklich gestört hat. Im Grunde weis ich sie ja zu nehmen... nur diesmal bin ich auch überfragt :S .

Laila

Kleiner Rotzlöffel

  • »Laila« ist weiblich

Beiträge: 6 984

Registrierungsdatum: 26. November 2006

Wohnort: Ostholstein

Beruf: HoFa

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2

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 12:38

Ich verstehe es grad nicht richtig... Bisher konntest du sie nicht von der Koppel holen, dafür aber stand sie am Putzplatz (wie ist sie dahingekommen?)
Warum klebt sie? Rangniedrig und zu dir nicht das nötige Vertrauen? Ranghoch und Angst die Kontrolle über die Herde zu verlieren?
Das sie aber ruhig wird sobald du auf ihr sitzt und sie dich so "beschützt" deutet mehr auf mangelndes Vertrauen in dich als "Führungskraft" hin.
Mit Fleißsternchen ausgezeichneter User. Gruß, die Admins
Alle wollen sie ein großen Stück vom Kuchen haben. Aber keiner will ihn backen!

  • »Javanah« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 147

Registrierungsdatum: 26. September 2012

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3

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 12:56

Bisher stand sie tatsächlich am Putzplatz brav. Zum Putzplatz habe ich sie bisher nur bekommen, wenn sie vorher schon im Stall und nicht auf der Weide war.

Sie hat schon geklebt als ich sie damals aus dem Reitstall gekauft habe. Sie ist in der Rangfolge eher hoch (bei einer Herde von 12 Pferden ca. Platz 4). Ich hatte es bisher so gesehen, dass sie mir schon wieder mehr vertraut, sonst würde sie ja nicht neuerdings mit von der Weide gehen (hatte das vor zwei Monaten schonmal versucht, sie von der Weide zu holen, da hat sie mich noch einfach umgerannt ;( ).

Ich kann es nicht richtig einschätzen... Wir haben auf jeden Fall manchmal Ärger in der Frage wer von uns denn nun der Chef ist, das ist ganz klar. Das war aber schon vorher so. Sie ist nur (für mich, vllt. nicht für euch ;) ) manchmal widersprüchlich... Einerseits fehlt es ihr manchmal an Respekt, dann versucht sie z.B. eine umzurennen oder wegzudrängen. Auf der anderen Seite bekommt sie dirket Panik wenn ich von ihr weggehe, also z.B. nochmal kurz rein in den Stall um Sattel oder so zu holen und sie dann draußen am Putzplatz stehen muss (natürlich unter Aufsicht einer anderen Person und eines anderen Pferdes).

Beim Reiten hat sie schon immer mal ausgetestet wie weit sie gehen kann (versucht einfach mal loszulaufen, irgendwo abzubiegen etc.), da hat sie aber seit ich sie jetzt wieder reite noch nicht gewonnen... Hoffe es ist jetzt ein bisschen verständlicher :kicher

minuette

Administrator

  • »minuette« ist weiblich

Beiträge: 17 723

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4

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 14:09

Es ist aus der Ferne immer Schwer sowas zu beurteilen. Allerdings, das mit dem von der Weide holen und jetzt das Problem am Putzplatz, finde ich, hängt ja irgendwo zusammen. Es besteht ein grundsätzliches Problem, wo sich das zeigt, ist meiner Meinung nach egal.
Widersprüchlich finde ich auf der einen Seite Respektlosigkeit und auf der anderen Seite Panik nicht unbedingt, bzw. ich kenne das von Snoopy (für Javanah: Das ist mein Fünfjähriger). Es fehlt an Abgeklärtheit, Gelassenheit usw.
Augenscheinliche Respektlosigkeit ist oft gar keine, sondern genau das selbe wie Panik. Das Pferd ist unsicher und zeigt das durch Panik, Über-den-Haufen-Rennen, Drängeln oder oder oder.

Von der Weide will/wollte sie wahrscheinlich nicht runter, weil sie nicht von ihrer Herde weg wollte. Am Putzplatz benimmt sie sich entweder aus dem selben Grund so, weil sie wieder zu den anderen will. Platz 4 in der Rangordnung ist für mich ein "mittendrin", ein Mitläufer. Ich würde sie daher weder als besonders mutig noch als besonders schüchtern bezeichnen, sondern einfach irgendwo dazwischen. Die Frage ist nur, ob Du für sie Führungsperson bist, ich vermute eher nicht (was nicht negativ oder abwertend gemeint ist), denn ansonsten würde sie vermutlich nicht solche "Spielchen" machen.

Mal die Frage, was versuchst Du, um das Pferd vom Zappeln "abzuhalten"? Ich sage es nur grundsätzlich, bestrafen durch irgendeinen Klaps usw. ist generell schon mal falsch. Besser kommt man meiner Meinung nach weiter, indem man es ignoriert und dem Pferd somit signalisiert: Alles ok. Jede Reaktion von Dir könnte dem Pferd als Bestätigung seiner "Panik"/Unruhe genügen.

Hast Du schon mal probiert, sie beim Putzen nicht anzubinden oder wenn, dann nur ganz lang anzubinden? Mein allererstes Pferd geriet in Panik, wenn man ihn kurz angebunden hat. Am besten ging es bei ihm sogar, wenn man den Strick einfach nur auf der Erde hängen hatte, dann stand er ganz brav. Warum, weshalb er dieses Verhalten zeigte, war unklar, denn er war von Fohlenseit an auf dem Hof und aus unserer Sicht war da nie etwas passiert, was diese Panik zu verantworten gehabt hätte.

Interessant wäre natürlich auch, ob sie sich bei anderen Personen auch so verhält. Weiß nicht, ob Du die Möglichkeit hast, sowas zu testen. Wenn ja, sollte es auf jeden Fall jemand sein, der gegenüber seinem Pferd eine Autoritätsperson ist und sich durchzusetzen weiß... was nicht heißt, dass ich damit sagen will, dass Du das nicht kannst ;) Aber es sind oft kleine Gesten/Zeichen, die den Unterschied ausmachen.

Ich hab mit meinem Junior viel Bodenarbeit gemacht und ich arbeite sehr viel mit Handzeichen statt Sprache. Er reagiert sehr fein darauf, allerdings auch sehr schnell und nimmt jedes Zeichen zur Kenntnis. Beispiel: Hole ich ihn von der Weide zum Stall (dann wartet im Stall das Futter), stelle mich vor ihn, um das Halfter abzumachen, dann weiß er, dass er zu warten hat, weil ich ihm durch meine Körperhaltung den Weg "versperre". Nun hab ich aber auch noch meinen Senior, der das nicht mehr in dem Maße lernen muss = er bekommt als erstes das Halfter herunter und latscht schon mal Richtung Stall. Der Junior hat zu warten bis ich ihm das OK zum Gehen gebe. Wenn der Senior aber zum Beispiel irgendein Geräusch macht und ich will über die Schulter einen Blick wagen, was das war, drehe ich in dem Moment meine Schulter nach hinten und das ist für Snoopy das Zeichen "Der Weg ist frei", obwohl es gar nicht so gemeint war und schon gibt er Gas und ist weg. Bestrafen bringt da wenig, denn wenn ich am Stall angekommen bin, dann weiß er ohnehin schon nicht mehr, wofür die Strafe ist. Aber, in erster Linie, warum soll ich ihn bestrafen, er hat ja nichts falsch gemacht, ich habe ihm den Weg "geöffnet" und damit erlaubt zu gehen.

Das ist jetzt etwas vom Thema "Zappeln beim Putzen" weg, sollte aber nur die feinen Nuancen zeigen, die Pferde wahrnehmen und dann entsprechend deuten. Es gibt da diese ganz netten Bücher von Mark Rashid (schreibt der sich so?) in den solche Dinge sehr anschaulich beschrieben sind. Und wenn man in den meisten Situationen dann mal hinterfragt, was ist falshc gelaufen, merkt man, dass fast immer nicht das Pferd Schuld war, sondern man selber als Mensch, weil man ein falsches, ein missverständliches Zeichen gegeben hat.

Wie sieht es bei Euch mit Bodenarbeit aus? Es ist dabei eigentlich vollkommen egal, was man macht, das Pferd soll nur lernen "Der Mensch ist der Herdenführer". Das habe ich mit meinem Junior (der auch wenig Vertrauen hatte und sehr unsicher war) so perfektioniert, dass er "Wenn Frauchen was macht, dann ist das ok" so verinnerlicht hat, dass mir bis heute nicht gelungen ist, ihn zu longieren :kicher Ich habe ihm anfangs beigebracht "Egal womit ich Dich berühre, ich tu Dir nicht weh". So, und was macht er jetzt bei Longierversuchen? Er steht wie ein Fels in der Brandung da (auch das haben wir geübt - er steht auf dem "Platz", ich entferne mich und er wartet), ich knalle mit der Peitsche, touchiere seine Beine usw. und steht da udn bewegt sich keinen Zentimeter, guckt dabei aber ganz stolz, weil er ja genau das macht, was ich ihm beigebracht habe. Es ist eigentlich zum Verzweifeln, aber es ist ja genau das, was ich ihm beigebracht habe. Und vor allem, er will dafür belohnt werden, er will, dass ich stolz auf ihn bin, weil er so ein braves Pony ist :kicher
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  • »Javanah« ist der Autor dieses Themas

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5

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 14:30

Ich bestrafe sie grundsätzlich nicht für das "zappeln". Ignorieren bringt allerdings auch nicht viel ?( , sie macht munter weiter und wenn man nicht aufpasst erwischt sie einen sogar beim Scharren mit dem Huf. Wenn es Panik wäre wüsste ich nicht woher die auf einmal kommt, denn vorher stand sie ja unter den selben Bedingungen still. Ich wüsste auch nicht das irgendetwas passiert wäre in der Zwischenzeit. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich leider in der letzten Zeit sehr wenig Zeit für sie habe, da ich im Praxissemester bin und so nur einmal die Woche hinkann. Die restlichen Tage lebt sie sozusagen als "Wildpferd" auf der Weide. Vielleicht ein Rachefeldzug wegen Vernachlässigung? (Nur nochmal zum Verständnis: das Pferd gehört leider nicht mehr mir...)

Wenn ich sie lang anbinde nutzt sie nur den ganzen Platz um hin und her zu rennen. Habe es letzte Woche versucht, habe da so einen ewig langen Strick für die Bodenarbeit.

Andere Personen trauen sich leider nicht an sie heran wenn sie sich so anstellt. Eigentlich will keiner so recht was mit ihr zu tun haben. Schon bevor ich wieder angefangen habe mich um sie zu kümmen war sie eigentlich für alle "Luft". Sogar den Hufschmied, der echt keine Angst kennt, zieht sie quer durch den Hof wenn sie keine Lust hat :S !

Zum Thema Bodenarbeit versuche ich sooft ich Zeit finde mit ihr auf den Platz zu gehen. Dann mache ich immer eine Übung zur "Zuwendung", d.h. ich schicke sie über den Platz, weg von mir, lasse sie immer wieder die richtung wechseln. Eigentlich soll sie sich ja dann, wenn ich alles weglege und mich dann ohne sie zu beachten über den Platz bewege, mir zuwenden, langsam zu mir kommen und mir folgen. Oft klappt es aber nicht gleich beim ersten mal. Sie stellt sich dann ignorant in eine Ecke und schaut ab und zu rüber. Also zeigt mir das eigentlich, dass sie mich ja nicht wirklich braucht / respektiert ;( . Beim zweiten mal klappt es dann, dann macht sie auch echt gut mit. Danach folgt sie mir auch ohne Strick, geht die Wendungen mit und geht auch rückwärts. Ich habe immer so das Gefühl, dass ich mich ihr "von oben" besser verständlich machen kann...

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