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Donnerstag, 10. März 2011, 00:53

Haftung des Veranstalters eines Reit- und Springturniers

Haftung des Veranstalters eines Reit- und Springturniers BGH Urteil vom 23.9.2010 Az. III ZR 246/09
Rechtsgebiete: Pferderecht, Sportrecht, Recht rund ums Tier
Rechtstipp vom 09.03.2011

Verletzt sich ein Pferd an einem am Hindernis aufgestellten Fangständer, haftet nach Ansicht des Bundesgerichtshofes der Veranstalter des Turnieres, wenn der Fangständer in seiner konkreten Verwendung nicht den Anforderungen an eine geeignete Wettkampfanlage gerecht wird. Der Fangständer muss so aufgestellt sein, dass er seine Funktion, das Pferd wie in einen Trichter auf das zu überspringende Hindernis hinzuleiten, erfüllt. Dies war im zu entscheidenden Fall nicht gegeben, da der Fangständer insbesondere niedriger war als das eigentliche Hindernis und von diesem auch nicht optisch abgetrennt war. Mit einer solchen Gefahr muss ein Teilnehmer an einem Turnier nicht rechnen. So urteilte der BGH am 23.9.2010 im Falle eines aufgrund seiner Verletzungen euthanasierten Pferdes. Der Turnierveranstalter musste 35.000 € Schadensersatz leisten.

Tipp: Jedes Turnier und jede Veranstaltung sollte ausreichend von den Betreibern versichert werden und Hindernisse stets korrekt aufgestellt und den Ansprüchen an geeignete Wettkampfanlagen entsprechen. Dies betrifft die Standfestigkeit, das Material und die Gestaltung des Hindernisses und der Nebenanlagen, wie z.B. Fangständer.

[Quelle]

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